Das selbstständige Versorgen und das Kochen mit offenem Feuer, das Gefühl von Unabhängigkeit außerhalb von Großstädten und das Wissen um Methoden zur Selbsterhaltung: all das sind Gemeinsamkeiten von Survival, Bushcraft & Prepping. Oftmals werden die Begriffe daher synonym verwendet. Allerdings gibt es bei den Formen des Draußen-Abenteuers in den Grundansätzen durchaus Untertschiede. Hier erfahrt ihr, was unter den einzelnen Richtungen zu verstehen ist, welche Motivation dahintersteht und vor allem, welche Ausrüstung sich jeweils am besten eignet.

Survival – Die Fähigkeit zu überleben

Survival (dt. überleben) bezeichnet genau das: Es geht darum, dass man sich mit möglichst geringem Energieeinsatz in Notsituationen am Leben erhält. Dabei kommen nur die Werkzeuge und Utensilien zur Verwendung, die man am Körper mit sich trägt – die leicht transportabel sind – und die teilweise durch natürliche oder andere Materialien der Umgebung ergänzt werden. Survival-Spezialisten trainieren also ihre Fertigkeiten für Notsituationen, Szenarien wie Orientierungsverlust in der Wildnis, eine Fahrzeugpanne mitten im Nirgendwo, ein Schiffbruch und eine Strandung auf unbekanntem Gebiet. Denn in einer Krisensituation wird davon ausgegangen, dass man kaum bis keine Ausrüstung zur Verfügung hat. Dadurch müssen Materialien aus der Umgebung genutzt werden: Eine Glasscherbe wird so zum Messer und eine leere Konservendose zum Kochtopf umfunktioniert. Ein Survivalist muss sich also in erster Linie auf seine Erfahrungen, sein Gespür und seine Überlebenstechniken verlassen können. Es geht um die Lebenserhaltung so lange, bis man auf Hilfe trifft oder zurück in die Zivilisation findet.

Petromax Feuertopf auf dem Hobo-Kocher_Dutch Oven ontop of the Hobo Stove

Nahrung – Schutz – Wasser – Ortung:

Techniken zur Orientierung in der Umgebung, zur Wassersuche und Nahrungsbeschaffung, zum Feuermachen und zur Wahl eines geschützten Schlafplatzes sind entscheidend. Das Taschenmesser und ein Feuerstarter – wie beispielsweise der Petromax Feuer Kolben – sind hierbei nützliche Begleiter beim Survival. Mit einem speziellen Survival-Messer kannst du Fallen bauen und deinen Fang ausnehmen oder Holz für deine Feuerstelle mittels Batoning (Technik zur Spaltung von Holz) zerkleinern.

Feuer machen mit Feuer Kolben in Feuerbox_lighting a fire with the Fire Plunger inside the Firebox
  • Survival-Messer
  • Feuerkolben
  • Hobo Kocher oder Feuerbox
  • Taktischer / Survival Rucksack mit Regenschutz (30 l bis 45 l Volumen)
  • Wasserflasche und Wasserfilter, um Wasser aus der Umgebung zu entkeimen und transportieren zu können
  • Tarp oder Plane als wasserfeste Unterlage, als Regendach oder Sonnenschutz
  • Schlafsack
  • Notfallrationen (Energie- und Proteinriegel)
  • Verbandsset und medizinische Notversorgung
  • Taschenlampe / Stirnlampe (wasserdicht)

Bushcraft – Ursprünglichkeit unter freiem Himmel

Am Zeltlagerfeuer kochen mit der Feuerpfanne und Teakessel_cooking in the middle of the campfire with Fire Skillet and Tea Kettle

Im Gegensatz zum Survival entscheidet man sich als Bushcrafter bewusst für das Erlebnis draußen. Dies kann über mehrere Tage oder Wochen stattfinden. Beim Bushcraft (engl. bush – dt. Busch / Natur, engl. craft – Handwerk) steht das Gefühl von Freiheit in und mit der Natur im Vordergrund. Es geht darum, sich im Freien mit seinem Lager möglichst gut einzurichten, draußen auf ursprüngliche Art mit dem Feuer zu kochen und handwerkliche Methoden anzuwenden. Beim Bushcraft wird in der Regel ein fester Lagerplatz gewählt und aufgebaut. Nicht selten bauen Bushcrafter richtige Unterstände und Hütten, heben Kühlgruben aus oder richten eine umfangreiche Koch- und Feuerstelle ein. Es wird versucht, nur das wichtigste an Ausrüstung mitzunehmen. Jedoch gehören ein gewisser Komfort und Standard an modernen Hilfsmitteln einfach dazu. Grundlegende Überlebenstechniken, z. B. das Jagen von Tieren oder Wasseraufbereitung, sind nicht zwangsläufig notwendig, denn in der Regel bringt man seinen Proviant mit. Die Nähe zur Natur ist entscheidend und die Rückbesinnung auf alte handwerkliche Methoden, um in der Wildnis zu bestehen.

Bushcraft ist für jeden, der die Natur erleben möchte.

Edelstahl Perkolator wird auf Raketenofen erhitzt inmitten des Lagers_Stainless Steel Percolator is heating up ontop of Rocket Stove in the middle of a camp

Fortgeschrittene Bushcrafter versuchen bei aufeinanderfolgenden Abenteuerausflügen immer etwas mehr an moderner Ausrüstung wegzulassen, um dem ursprünglichen Leben draußen näher zu kommen.

Prepping – Für den Ernstfall vorbereitet

Prepping (engl. to be prepared – dt. vorbereitet sein) ist eine organisierte Krisenvorbereitung, eine Überlebensstrategie bei z. B. Umweltkatastrophen, Terroranschlägen, Epidemien, Kriegen oder dem Zusammenbruch wirtschaftlicher oder politischer Systeme. Der Ursprung des Prepping liegt in den USA des 19. Jahrhunderts zur Zeit der Bürgerkriege. Andauernde Lebensmittelknappheit veranlasste die Bevölkerung dazu, größere Nahrungsvorräte für Kriegs- und Krisensituationen anzulegen. Während der historischen Börsenkrise 1929, des Zweiten Weltkrieges, dem anschließenden Kalten Krieg und der damit verbundenen Angst um eine atomare Katastrophe, wurde das Prepping in den USA immer populärer und verbreitete sich auch weltweit stärker. Die Motivation ist also vorrangig der Selbstschutz sowie die Sicherung der Familie gegen unvorhersehbare Bedrohungen von außen.

Mehr als Survival und Bushcraft

Das Vorgehen beim Prepping enthält viele Elemente von Bushcraft und Survival: Techniken zum Überleben sind in Ausnahmesituationen genauso wichtig wie methodische Kenntnisse und handwerkliche Fertigkeiten, um Unterkünfte und Schutzbauten zu errichten. Zusätzlich spielen die Vorratshaltung für den Ernstfall, Fluchtgepäck und Fluchtpläne, Schutzkleidung, Wissen um die unabhängige Selbstversorgung sowie der Umgang mit Waffen eine entscheidende Rolle. Plant man also einen Ausflug in die Prepper-Szene oder ein entsprechendes Abenteuer, so probt man im Endeffekt eine Art Notfallplan. Man muss sich über mehrere Tage in der Natur einrichten und ein vollwertiges Lager aufbauen können, mitgebrachte Lebensmittel rationieren, nachhaltige Nahrungsquellen erschließen und Reaktionsmuster bei auftretenden Gefahren einstudieren.

HK500 Lampen entzünden_starting HK500 lamps
  • Handbuch zum Thema „Essbare Wildpflanzen und -früchte“
  • Umgebungskarte / GPS-Gerät
  • Radio und Funkgerät
  • Umfassende und haltbare Lebensmittelvorräte
  • Petromax Feuerkanne zum gleichzeitigen (Ab-)Kochen von Wasser und Zubereiten von Essen auf dem Kochaufsatz
  • Wasserkanister und Wasseraufbereitungstabletten
  • Solarladegerät
  • Petromax Loki Zeltofen als kombinierte Wärmequelle und Kochstelle
  • Kleber, Feuerzeug, Multitool, Spiegel
  • Petromax Starklichtlampe HK 500 als effiziente Licht- und Wärmequelle
  • Schutzkleidung (und für Vollblut-Prepper: Atemschutzmasken)